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Frohe Ostern!

Das Leben besiegt den Tod. Die Hoffnung überwindet die Resignation. Das sind die Grunderfahrungen von Ostern. Deshalb wird gefeiert.

Und das wünsche ich Ihnen allen: Die Erfahrung, dass die Gerechtigkeit siegt. Ostern ändert nicht mit einem Mal die Welt. Aber es ändert mit einem Mal alles. Die Perspektive und das Handeln aus neuer Hoffnung. Überall begegnet uns Ostern: In einer Auseinandersetzung gewinnen plötzlich Argumente und nicht dumpfe Parolen. In einer Unterkunft lächeln traumatisierte Kinder. Zwei begraben nach Jahren einen Streit und feiern ein Fest. Worte werden gefunden. Heilung gelingt. Befreiung geschieht.

Das Leben siegt. Diese Hoffnung ist unsterblich. Auch wenn das Erleben eine andere Sprache spricht und wenn uns der Augenschein andere Bilder zeigt. Die Hoffnung von Ostern macht solidarisch und mutig. Für jeden Tag und an jedem Ort.

Eine frohmachende und hoffnungsvolle Osterzeit!

Erinnerung

640px-Köln_nach_Sylvestervorfällen_2015-16-4149Die elementare, uns in jedem Augenblick unseres Daseins zum Bewusstsein kommende Tatsache ist: Ich bin Leben, das Leben will, inmitten von Leben, das leben will. Das Geheimnisvolle meines Willens zum Leben ist, dass ich mich genötigt fühle, mich gegen allen Willen zum Leben, der neben dem meinen im Dasein ist, teilnahmsvoll zu verhalten. Das Wesen des Guten ist: Leben erhalten, Leben fördern, Leben auf seinen höchsten Wert bringen. Das Wesen des Bösen ist: Leben vernichten, Leben schädigen, Leben in seiner Entwicklung hemmen.
Das Grundprinzip der Ethik ist also Ehrfurcht vor dem Leben. Alles, was ich einem Lebewesen Gutes erweise, ist im letzten Grund Hilfe, die ich ihm zur Erhaltung und Förderung seines Daseins zuteil werden lasse.   Albert Schweitzer